Bereits zum fünften Mal sind wir am vergangenen Samstag vor die Syngenta marschiert. Über 2000 Menschen forderten lautstark und bunt einen Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft sowie die Umsetzung von echtem Umwelt und Klimaschutz. In Basel, am Hauptsitz von Syngenta und auf der ganzen Welt muss Verantwortung übernommen werden.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen des Anlasses beigetragen haben!

Hier gibt es die offizielle Medienmitteilung und eine Fotogalerie des March against Bayer & Syngenta.

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Monsanto wurde von Bayer übernommen - doch was ändert ein Namenswechsel schon?

Die grosse Masse der Nahrungsmittel wird weiterhin in hochintensiven Agrarsystemen produziert. Diese Systeme funktionieren nur mit einer konstanten Zufuhr von Kunstdünger, Pestiziden und fossiler Fremdenergie. Die negativen Auswirkungen dieser industriellen Landwirtschaft sind zahlreich. Vom Anheizen der Klimakrise über Verlust von Biodiversität und Bodenfurchtbarkeit bis hin zu den dramatischen Folgen von Pestiziden und Monokulturen für Menschen im globalen Süden.

In Basel sind mit Syngenta, Bayer und BASF drei grosse Gewinner dieses Systems zu finden. Grund genug für uns auch 2019 zusammen für eine andere Landwirtschaft und gegen zerstörerische Konzernmacht einzustehen! Kommst du auch?

Diesen Samstag 18. Mai 2019 sind wir ab 13 Uhr auf dem Barfüsserplatz in Basel. Für gute Stimmung sorgt die Musik vom WiderGsang Chor und vom barfussKollektiv! Dazu gibt es Wimpelmalen als Grussbotschaft an Syngenta, Verkauf von Soli-Buttons und anderes mehr. 

Auch an der diesjährigen Demo wird der Widersang Chor unter der Leitung von Ariane Rufino dos Santos und Marie Verstraete wiederum dabei sein. Wir freuen uns schon darauf! Zur musikalischen Einstimmung hier zwei Kostproben, eine davon extra für den March against Syngenta komponiert:

WidersangChor

 

 

 

Hier seht ihr die Besammlung und den Abmarsch vom 5. March against Bayer & Syngenta 2019 aus der Perspektive der Webcam auf dem Barfi im Zeitraffer:

Zum Vergleich hier die Links zur Barfi-Webcam vom March 2018, March 2017, March 2016 und March 2015:

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Die Petition „Nicht in unserem Namen, Basel!“ wurde am 8. Mai im Grossen Rat behandelt und mit 90 zu einer Stimme, trotz der einstimmigen Empfehlung der Petitionskommission zur Überweisung an den Regierungsrat, an die Petitionskommission zurückgewiesen. Umso wichtiger ist es nun, dass wir unsere Forderungen nach einer ökologischen und fairen Landwirtschaft am 18. Mai auf die Strasse tragen. Passend dazu wurden die Grossrät*innen nach der Sitzung mit einer übergrossen Lupe in den Feierabend verabschiedet und nochmals auf ihre Verantwortung gegenüber den Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung von Syngenta und anderen Grosskonzerne mit Sitz in Basel hingewiesen.

Die Medienmitteilung von "Nicht in unserem Namen, Basel!" vom 8. Mai 2019 gibts auf der Homepage von Multiwatch.

Nicht in unserem Namen!

Auch dieses Jahr haben wir wieder Banner-Dateien in verschiedenen Grössen zum Download vorbereitet. Bitte nutzt diese, um eure Homepage mit unseren Marsch zu verlinken oder um im Newsletter zum Marsch aufzurufen.  Herzlichen Dank für eure Mithilfe!

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Zum diesjährigen March against Bayer & Syngenta organisiert Multiwatch eine Informationsveranstaltung mit dem Titel "Insektensterben, Biodiversität und Pestizide". Die Veranstaltung findet am Mittwoch 15. Mai im Hörsaal 117 des Kollegienhauses der Uni Basel statt. Es sprechen Prof. Edward A.D. Mitchell von der Université de Neuchâtel und Ueli Gähler, Mitautor vom "Schwarzbuch Syngenta".

Der Flyer zur Veranstaltung als PDF kann hier heruntergeladen werden. 

Der Flyer 2019 ist nun bereit! In der Rubrik Mobilisierung gibts eine PDF-Datei zum Download und der gedruckte Flyer kann auch gerne per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.

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Der March against Monsanto & Syngenta 2018 ist vorbei, aber der Widerstand geht weiter! Deshalb haben 100 Erstunterzeichner*innen den Offenen Brief "Nicht in unserem Namen, Basel!" an die Regierung des Kantons Basel-Stadt und die Parteien im Grossen Rat geschrieben. Sie geben darin ihrer Empörung Ausdruck, dass sich das offizielle Basel mit der Verdrängung der Demonstration gegen Syngenta aus der Innenstadt aktiv schützend vor den Agrokonzern stellt und fordern die Regierung dazu auf, eine aktive und kritische Haltung gegenüber den Konzernen mit Sitz in Basel wahrzunehmen. Standortpolitik darf nicht über Menschenrechte gestellt werden!

Bitte unterschreib auch du die Forderungen des Offenen Briefs, der als Petition eingereicht werden soll. Die Medienmitteilung und den Brief in voller Länge mit den 100 ErstunterzeichnerInnen gibt es neben deutsch (MM PDF 99kB, Brief PDF 138kB), auch in französisch (MM PDF 60kB, Brief PDF 110kB) und in englisch (MM 44kB, Brief PDF 54kB).  Für weitere Information siehe Multiwatch. Vielen Dank an alle, die die Onlinepetition unterschreiben, teilen und weiterverbreiten!

Hier seht ihr den March against Monsanto & Syngenta 2018 aus der Perspektive der Webcam auf dem Barfi im Zeitraffer:

Zum Vergleich hier die Links zur Barfi-Webcam vom March 2017, vom March 2016 und vom March 2015:

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Weltweit wächst die Massenbewegung für einen Richtungswechsel in der Landwirtschaft und gegen die zerstörerische Macht der Agrokonzerne stark an. Es wird nicht länger akzeptiert, dass einige wenige Riesenkonzerne die Nahrungsmittelproduktion so steuern, dass ihre Aktionär*innen maximale Gewinne einstreichen. Die Proteste in Basel sind ein kraftvolles Zeichen in diesem weltweiten Kampf. Hier in Basel ist der Hauptsitz des weltweit grössten Pestizidproduzenten Syngenta/ChemChina und ein Produktionsstandort von Bayer ist in Muttenz.

200‘000 Menschen sterben laut einem Bericht der UNO jedes Jahr an Pestiziden – einmal die Bevölkerung des Kantons Basel-Stadt. Die Vergiftung und Ausbeutung findet vor allem in den Ländern des Südens statt. Die Profite fliessen jedoch in den Norden, fliessen nach Basel. Hier muss Verantwortung übernommen werden!

In Zeiten, in denen die Klimakatastrophe die grösste Herausforderung der Menschheit darstellt, stärken die Agrokonzerne durch Fusionen ihre Macht und somit das Modell der fossilen, schmutzigen Landwirtschaft. Syngenta mit ChemChina, Dow mit DuPont, Bayer mit Monsanto heisst das erschreckende Programm. Diese drei kontrollieren bereits über 60% des in Wert gesetzten Saatguts und des Pestizidmarkts. Da bleiben Menschenrechte und Umweltschutz unweigerlich auf der Strecke. Daher ist Widerstand Pflicht! Schliess dich an, engagiere dich am Marsch gegen Syngenta, Monsanto, Bayer und Co. und darüber hinaus!